Custom Garage Art „Bonebreaker“: Mein Airbrush-Einsatz beim Motocross
Wie ich auf einer Motocross-Veranstaltung landete,
obwohl ich selbst gar kein Motorrad fahre.
Eigentlich habe ich mit Motocross gar nichts zu tun.
Zumindest nicht so, wie man es vielleicht erwarten würde.
Ich besitze kein Motocross-Bike.
Ich fahre keine Rennen.
Und wenn ich ehrlich bin, habe ich wahrscheinlich deutlich mehr Stunden mit dem Computerspiel Motocross Madness verbracht als auf irgendeiner echten Cross-Strecke.
Trotzdem entstand irgendwann dieses Stück Airbrush Kunst.
Ein Motorrad.
Brennende Reifen.
Ein Totenkopf im Motorblock.
Und ein Fahrer mit der Aufschrift:
Bone Breaker Job.
Wenn ich heute darüber nachdenke, frage ich mich selbst, wie ich eigentlich an diesen Punkt gekommen bin.
Die Antwort beginnt viele Jahre früher.
Die Einladung: Vom Fahrzeuglackierer zum Airbrush-Aussteller
Damals besuchte mich ein ehemaliger Arbeitskollege in meinem Betrieb.
Wir kannten uns noch aus der Zeit meiner Ausbildung zum Fahrzeuglackierer.
Er war Mitglied in einem Motorradclub und erzählte mir von einer Veranstaltung, die der Club alle paar Jahre organisierte.
Ehrlich gesagt hatte ich zuerst keine richtige Vorstellung davon.
Ein Motocross-Event eben.
Klingt erstmal nach Motorrädern, Staub und Benzingeruch.
Dass daraus später ein Blogbeitrag entstehen würde, ahnte damals natürlich niemand.
Mein Kollege erzählte mir, dass sie für die Veranstaltung Aussteller suchten.
Da ich bereits Airbrush anbot, fragte er mich, ob ich Lust hätte, vor Ort einen Stand aufzubauen.
Die Antwort war ziemlich einfach.
Natürlich hatte ich Lust.
Ein Feld voller Verrückter: Stuntmen und Benzingeruch
Als die Veranstaltung näher rückte, wurde mir langsam klar, dass das Ganze etwas größer werden würde als erwartet.
Für das Event wurde ein komplettes Gelände vorbereitet.
Sandberge wurden aufgeschoben.
Hindernisse gebaut.
Eine Strecke angelegt.
Und irgendwann kamen sie.
Die Fahrer.
Nicht irgendwelche Hobbyfahrer.
Sondern Leute, die Dinge mit Motorrädern machten, bei denen meine Mutter vermutlich schon beim Zuschauen nervös geworden wäre.
Wobei…
Wenn ich ehrlich bin, war ich als Kind selbst nicht viel besser.
Beeinflusst von Serien wie Ein Colt für alle Fälle hielt ich mich damals zeitweise für eine Mischung aus Stuntman, Abenteurer und professionellem Unsinn-Macher.
Fragt meine Mutter.
Sie wird vermutlich sofort zustimmen.
Der Unterschied war nur:
Die Jungs auf der Strecke konnten das tatsächlich.
Live vor Publikum: Wenn Airbrush Kunst im Chaos entsteht
Während draußen Motorräder durch die Luft flogen, stand ich an meinem Airbrush-Stand.
Und genau dort entstand dieses Motiv.
Live.
Vor Publikum.
Mit neugierigen Blicken über der Schulter.
Mit Fragen.
Mit Gesprächen.
Und mit dem ständigen Donnern der Motoren im Hintergrund.
Heute arbeite ich meistens in Ruhe.
Damals war das anders.
Da entstand echte Airbrush Kunst mitten im Geschehen.
Vielleicht war genau das der Grund, warum das Motiv am Ende so geworden ist, wie es geworden ist.
Respekt auf zwei Rädern: Das Totenkopf-Motiv auf Alu-Dibond
Mich faszinieren Menschen, die etwas besonders gut können.
Egal ob Künstler.
Handwerker.
Musiker.
Oder eben Motocross-Fahrer.
Wer einmal gesehen hat, wie jemand sein Motorrad mehrere Meter hoch durch die Luft bewegt und dabei Dinge tut, die eigentlich gegen jede Vernunft sprechen, entwickelt automatisch Respekt.
Genau dieser Respekt steckt in dem Bild.
Nicht als realistisches Abbild.
Sondern als künstlerische Interpretation.
Die Reifen brennen.
Der Motorblock trägt einen Totenkopf.
Auch das Bike selbst wirkt eher wie eine Maschine aus einer anderen Welt.
So ungefähr sahen die Fahrer für mich damals aus.
Wie Menschen, die ständig mit dem Risiko spielen und trotzdem die Kontrolle behalten.
Bone Breaker Job: Wie Kunst mitten im Leben entsteht
Der Schriftzug auf der Kleidung des Fahrers war kein Zufall.
Er passte einfach zu dem, was ich an diesem Tag wahrnahm.
Geschwindigkeit.
Mut.
Risiko.
Adrenalin.
Natürlich mit einem Augenzwinkern.
Denn wer solche Sprünge macht, lebt gefährlich.
Zumindest aus der Sicht eines Airbrush-Künstlers, der lieber Bilder malt als Knochen bricht.
Kreative Spuren
Heute sehe ich in diesem Artwork nicht nur ein Motorrad.
Ich sehe eine Einladung.
Einen ehemaligen Kollegen.
Eine staubige Motocross-Strecke.
Den Lärm der Motoren.
Menschen, die an ihre Grenzen gehen.
Und einen Airbrush-Stand mitten in diesem ganzen Chaos.
Genau deshalb gehört dieses Artwork für mich in die Kategorie Kreative Spuren.
Denn manchmal entsteht authentische Airbrush Kunst nicht in der Werkstatt.
Manchmal entsteht es mitten im Leben.
Beispielhafte Präsentation des Airbrush-Kunstwerks „Bonebreaker“ in einer Custom-Garage.
Aus dieser Geschichte ist inzwischen ein Wandbild auf Alu-Dibond entstanden.
Bone Breaker Job als Artwork ansehen.
